Wir reden hier vom «Configuration Management» (Konfigurations-Management) im engeren Sinne, als organisatorische Einheit bzw. als Disziplin innerhalb des umfassenden SCCM (Software Change and Configuration Management).
Aufgabe: Das Configuration Management legt Konfigurationen fest.
Im Maschinenbau würde man von Baugruppen sprechen, dargestellt durch eine Stückliste. Es bündelt vorhandene Software-Artefakte (a bis e) zu logischen Einheiten (Konfigurationen, KO1 bis KO3), die wiederum zu grösseren logischen Einheiten bzw. Konfigurationen zusammengefasst werden können (Software-Produkt oder -Teilprodukt, Change-Paket, neuer Release usw.). Eine ganze Software-Anwendung ist auch eine Konfiguration und besteht letzten Endes auch aus einer Menge von Artefakten.
Eine Konfiguration kann und muss nach Bedarf geändert werden können (KO2). Jede Änderung an einer Konfiguration wird im Versionsverwaltungs-System gespeichert und versioniert.
Diese Einheiten werden ihrerseits über das «Change Management» den Change Requests zugeordnet.
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Die Führungskräfte auf allen Ebenen der Software-Entwicklung und -Pflege erhalten aus den Fakten und Kennzahlen des SCCM-Systems wichtige Erkenntnisse über den Betrieb. Sie verwenden die Informationen aus dem SCCM, um die Prozesse zu verbessern und damit die Effizienz der IT zu steigern.
Ein SCCM-System liefert eine Fülle an Fakten, Zahlen und Kennzahlen über die Software-Bestände und deren Bearbeitung. Dazu gehört etwa so scheinbar Nebensächliches oder Selbstverständliches wie die Anzahl Artefakte eines Typs und deren Grösse, oder die Anzahl neuer, erledigter und pendenter Aufträge. Ebenso fallen Zahlen an über die Durchlaufzeiten von Änderungen, die Anzahl Änderungen an einem System, die Abweichungen zwischen geschätztem und effektivem Aufwand für einen Auftrag.
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Das «Release Management» ist eine organisatorische Einheit mit verschiedenen Aufgaben und, je nach Aufgabe, einer anderen Zusammensetzung.
Aufgaben: Das Release Management umfasst die Releaseplanung, die Steuerung der Test- und Abnahmeverfahren bis hin zur Roll-out-Planung auf organisatorischer und technischer Ebene, definiert Qualitätskriterien und Teststufen welche die Software bis zur Auslieferung zu durchlaufen hat.
Ohne eine integrierte Software-Verwaltung (SCCM) können diese Aufgaben nicht wahrgenommen werden und die IT-Führungskräfte verlieren den Überblick über den Stand der Entwicklungsprojekte.
In erster Linie nimmt das Release Management Änderungswünsche (Change Requests) von Kunden, Benutzern und Fachdiensten entgegen, genehmigt und priorisiert sie, bestimmt und überwacht Inhalte und Termine von neuen Software-Releases.
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Software, wo und wie auch immer sie eingesetzt wird, unterliegt einem stetigen Wandel. Endbenutzer und Kunden stellen neue Anforderungen (Requirements), wollen zusätzliche Informationen auf Bildschirmmasken und Druck-Output haben (Enhancements), melden nicht korrekt angezeigte Informationen oder gar schwerwiegende Fehler (Problems). In jedem Fall führt dies zu einem Änderungswunsch, einem Change Request.
Je nach Endbenutzer werden Änderungswünsche manuell auf Änderungsformularen, als Word-Dokumente, als E-Mails oder im Idealfall in einem Ticket-System erfasst und per Post oder elektronisch an die IT-Abteilung weitergeleitet — und es werden immer mehr! Ein Gremium (Release Management) sichtet und beurteilt die Change Requests, lehnt sie ab oder genehmigt sie, klassifiziert sie nach Dringlichkeit und versieht sie sozusagen mit einem «Laufzettel».
Ohne eine integrierte Software-Verwaltung
- verlieren die IT-Führungskräfte spätestens ab diesem Zeitpunkt den Überblick über den Stand der Entwicklungsprojekte.
- können Anfragen von Endbenutzern zu einem Change Request nur vom zuständigen Entwickler beantwortet werden. Aber welcher Entwickler ist zuständig?
- ist es nicht möglich, den Zusammenhang zwischen Change Requests und den davon betroffenen Software-Artefakten nachzuvollziehen.
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Trotz regelmässiger Sitzungen mit den Entwicklerteams wissen IT-Führungskräfte zu wenig über den Stand ihrer Entwicklungsprojekte. Dadurch sind sie nur unzureichend in der Lage, den Erfolg der Projekte gegenüber ihrem Management, den Fachabteilungen oder den Kunden darzustellen.
In den meisten Fällen fehlt ein integriertes, auftragsbasiertes und automatisiertes Change Management, eine Software-Verwaltung, eine «Buchhaltung» für die Software-Entwicklung. Welches Unternehmen kann es sich denn heute noch erlauben, die Buchhaltung in Büchern und mit Kontoblättern manuell zu führen?
Entwickler, Teamleiter, Tester, QA-Verantwortliche und weitere Beteiligte stehen unter Termindruck und sind ausgelastet. Da bleibt keine oder kaum Zeit, Eintragungen in verschiedenen Tabellen und Tools manuell nachzuführen.
Das Change Management als integrierter Teil eines SCCM-Systems
- sammelt und speichert alle Informationen zu Änderungsanträgen ( Change Requests ) und den davon betroffenen Artefakten
- gibt Abläufe vor, steuert und kontrolliert sie ( Workflow )
- zeigt den aktuellen Zustand der Software-Entwicklung in vielfachen Ausprägungen wie «Dashboard» und «Tracker»
Das Change Management bringt Licht ins Dunkel – für alle!
Können Sie das von Ihrem auf Tabellen und Einzelwerkzeugen basierten System auch behaupten?
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In vielen Unternehmen herrscht immer noch die Meinung vor, dass die Anforderungen an SCCM – Software Change and Configuration Management oder Software-Verwaltung – mit der Versionierung von primärem Programm-Source-Code erfüllt sind.
Eine integrierte und automatisierte Software-Verwaltung bietet Ihnen bedeutend mehr!
Es ist in der Tat erstaunlich, wie wenig Augenmerk im Allgemeinen dem SCCM gezollt wird. Vor allem das Management verkennt den Wert des SCCM, weil es nicht so richtig weiss, worum es beim SCCM geht, was Mängel im SCCM bewirken, welche Risiken es eingeht. Es berücksichtigt nur die Kosten, ignoriert den Nutzen (ROI) für Kunden, Benutzer und Management und verweigert der Projektleitung und dem Entwickler eine EDV-gestützte, automatisierte Software-Verwaltung.
«Das SCCM wird in weiten Teilen manuell gehandhabt. Das typische, in einem Unternehmen anzutreffende Szenario ist die Versionsverwaltung, die mit Datenbanken auf Basis von Lotus Notes oder Excel ergänzt wird. Der Umgang wird mit einem Regelwerk beschrieben, das mehr oder weniger, in keinem Fall jedoch zu 100%, eingehalten wird. Eine durchgängige Software-Lösung, die etliche anfallende Probleme beseitigt, wird kaum eingesetzt.»
Quelle: Wikipedia, Software Configuration Management
Die integrierte Software-Verwaltung umfasst die folgenden Teilgebiete oder Disziplinen:
- Versionskontrolle
- Artefakte versionieren
- Change Management
- Änderungsanträge / Change Requests verwalten
- Release-Einheiten und Tasks verwalten
- Abläufe automatisieren und steuern
- Release Management
- Inhalt und Termine für Releases festlegen
- Fertigungsgrad überwachen
- Configuration Manangement
- Konfigurationen verwalten
- Work Area Manangement
- Arbeitsbereiche, Test- und Entwicklungsstufen bereitstellen
- Testdaten bereitstellen und aktualisieren
- Build Management
- Werkzeuge für alle Test- und Entwicklungsstufen bereitstellen
- Impact- und Dependency-Analysen durchführen
Teilgebiete oder Disziplinen
In unserem SCCM-Referenzmodell (PDF, 390 KB) erfahren Sie mehr zu den einzelnen Disziplinen, deren Aufgaben, Voraussetzungen und Abhängigkeiten.
Nutzen für Alle!
Informieren Sie sich über die Nutzen einer integrierten und automatisierten Software-Verwaltung, wie Sie Kosten senken und die Produktivität in Entwicklung und Wartung von Software steigern können.
Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass SCCM hilft, die Kosten zu senken.
Im Blog der «SD Times» macht Edward J. Correia unter dem Titel «Ten Tips to Reduce Development Costs» bereits an vierter Stelle die Empfehlung «Use configuration management for code, data and documentation.»
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Haben Sie schon einmal in der Wikipedia oder in einem anderen Wiki einen Beitrag korrigiert? Auch wenn Sie nur ein fehlendes Komma eingesetzt haben, und ohne dass Sie etwas Spezielles unternommen haben, wurde Ihr Beitrag versioniert. Wenn Sie in der Wikipedia den Reiter «Versionen» öffnen, sehen Sie die ganze Versionsgeschichte des Artikels.
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Ob es um Software geht oder Hausrat, ob in der Firma oder privat, wir sind Jäger und Sammler und bewahren eher etwas auf, als dass wir es wegwerfen. Deshalb sammeln sich im Laufe der Jahre auch Programme und Module an, die keiner mehr braucht, von denen keiner mehr weiss, wozu sie einmal gut waren. Gleichzeitig geschieht auch das Gegenteil. Sourcen verschwinden «irgendwie» spurlos.
Ob wir es mit Software-Artefakten zu tun haben oder mit greifbaren Dingen, ob elektronische oder manuelle Ablage, die zu lösenden Aufgaben bleiben dieselben: aufbewahren und entsorgen, suchen und finden. Wir vergeuden Arbeitszeit, weil wir bei jeder Suche über Artefakte stolpern, die nicht mehr relevant sind. Wenn wir Artefakte verlieren, dann wird’s erst recht teuer und ärgerlich.
Ob verloren oder vergeblich aufbewahrt, beides kostet Zeit, Geld. und gibt Ärger. Die Kosten für den vergeudeten Speicherplatz sind dabei das Geringste. Weil Speicherplatz in Quantensprüngen wächst, lassen wir uns dazu verleiten, mehr aufzubewahren als nötig. Das geht schliesslich trotz rapide sinkendem Preis pro Speichereinheit richtig ins Tuch.
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