Archiv für das Tag 'Automatisierung'

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Was wir in früheren Blogbeiträgen schon mehrfach gesagt haben, scheint mittlerweile auch auf der anderen Seite des Atlantiks angekommen zu sein. Spass beiseite; zwei Blogbeiträge auf «CM Crossroads» thematisieren die Wichtigkeit, ja Notwendigkeit vonVersionsmanagement, Automatisierung, privaten Workspaces und Continuous Integration für die agile Entwicklung. Und wer macht heute schon keine agile Entwicklung?

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Diese Beitragsreihe basiert auf dem Artikel  «Five Imperatives for Application Lifecycle Management» der IBM Rational-Mitarbeiterin Carolyn Pampino.

Im abschliessenden Beitrag geht es um kontinuierliche Prozessverbesserung: ein Dauerthema, wie die Bezeichnung selbst es sagt.

Gesagt heisst noch nicht gehört,
gehört noch nicht verstanden,
verstanden noch nicht einverstanden,
einverstanden noch nicht angewandt
und angewandt noch nicht beibehalten.

Die einen schreiben dieses Wort dem Verkaufstrainer Heinz Goldmann zu, andere dem Zoologen, Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz.

Egal, Prozesse unterliegen diesem Gesetz ganz besonders: Sie werden nicht von alleine beibehalten, sie verlottern, sie erodieren.

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Unter dem Titel «Release-Management – eine lästige, aber notwendige Pflicht» berichtet die Computerwoche von der erfolgreichen Einführung eines IT-gestützten Release-Managements bei der Schufa:

«Projektbezogene Dokumentationen und Konfigurationen, uneinheitliche Versionierung sowie ungestützte Change-Prozesse – so sieht das “Release-Management” in vielen Unternehmen aus. Es führt ein Schattendasein als ungeliebte und aufwändige Pflichtaufgabe im Bereich Softwareentwicklung. – Das war bei der Schufa zunächst nicht anders.»

So schildert der Bericht die Ausgangslage der Schufa, die heute ein IT-gestütztes Release-Management betreibt, «um die Qualität der Softwareentwicklung zu steigern.»
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Norbert Nigg

Im Takt der Release-Zyklen

Kürzere Release-Zyklen beeinträchtigen die Software-Qualität.
Die Lösung: Work smarter, not harder.

Unter dem Titel «Schlechte Software-Qualität wegen immer kürzeren Release-Zyklen» zitiert Inside-IT eine Umfrage, nach der sich die IT-Fachleute beklagen, dass die unter unrealistisch kurzen Zeitvorgaben erstellte Software den Qualitätsansprüchen nicht gerecht werde.

Verkürzung der Prozesszeiten, der Änderungsintervalle, der Lieferfristen: Welche Branche kennt das nicht? Das Business gibt den Takt vor, die IT hat danach zu tanzen: Das ist IT-Business-Alignment!

Den Takt kann nur mithalten, wer sich mit angemessenen Verfahren und Mitteln ausstattet. Das heisst unter anderem ein integriertes, hoch automatisiertes Change- und Konfigurationsmanagement. Vom Requirements Engineering über das Testen bis zur Auslieferung müssen die Prozesse durchgängig sein. Wer sich mit Unzulänglichkeiten der Prozesse und der Softwareverwaltung herumschlagen muss, hat schon verloren.

Wie viel Zeit geht bei Ihnen verloren wegen Mängeln in den Abläufen? Mehr als Sie für möglich halten. Wieviel es wirklich ist, erfahren Sie erst nach einer Renovation oder totalen Neugestaltung der Prozesse und Infrastruktur.

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Das ist das Fazit einer Studie über IT-Veränderungsprojekte des Infas-Instituts, über die Computerworld Schweiz berichtet. Mit den Ergebnissen der Systemharmonisierungen, -konsolidierungen, -umstellungen und Reorganisation sind die CIOs zwar weitgehend zufrieden, aber der Aufwand an Zeit und Geld  ist ihnen zu hoch, und die Projekte laufen ihnen zu lange.

Aufhorchen lassen die Bemerkungen, dass «es häufig an einer klaren Vorgehensweise fehlt» und dass «drei Viertel der IT-Verantwortlichen der Auffassung sind, dass sich IT-Landschaften durch weitgehend automatisierte Abläufe auf Basis einer Standardlösung deutlich schneller abwickeln liessen.»

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Norbert Nigg

ALM-Integration (9): Prozessautomation

Prozesse sind die Dynamik und das Rückgrat jeder Organisation. Sie zu optimieren, schlägt sich direkt in den erzielten Ergebnissen nieder.

Prozesse sind die Dynamik, das Leben in einem System — aber sie sind unsichtbar. Wir sehen zwar Menschen und Maschinen etwas tun, aber die Zusammenhänge und Abläufe sind nicht unmittelbar ersichtlich, oder höchstens teilweise. Genau das macht sie so schwierig beherrschbar und deshalb zum prädestinierten Interventionspunkt. An den Prozessen müssen wir die Hebel ansetzen, um das SCCM insgesamt zu verbessern.

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Verzicht und Automatisierung sind Prinzipien, die man bei der Formulierung der Ziele und der Konzipierung neuer Lösungen für das ALM eisern befolgen muss.  Nur so kommen wir zu schlanken und wirtschaftlichen ALM-Lösungen. Fett ansetzen tun sie von alleine wieder!

Ausgangspunkt dieser Artikelreihe ist die Beobachtung, dass die IT sich anschickt, ALM-Silo neben ALM-Silo zu stellen, genau so, wie sie das mit den Silos der betrieblichen Anwendungen getan hat.

Die Erfahrungen zeigen, dass ALM-Funktionen, -Daten und -Abläufe viele Redundanzen enthalten, die in den letzten Jahren erst noch stark zugenommen haben. Denn jede Programmiersprache, jede eingekaufte Anwendung,  jede Plattform und manche  Systemsoftware kommt  mit ihrer eigenen Infrastruktur  für die Verwaltung von Metadaten daher. Damit nicht genug: Die Einführung von IT-Ressourcen-, Project-Portfolio-, und Enterprise-Architecture-Management sowie ITIL , — wenn möglich jedes mit seinem eigenen Werkzeug — hat die Metadatenmenge  vergrössert, und natürlich hat jedes Werkzeug und jedes Arbeitsgebiet seinen privaten Silo!

Beim Durchforsten des Dickichts von Funktionen, Daten und Prozessen sollten wir uns von diesen Prinzipien leiten lassen:

Verzichte auf alles, was nicht wirklich nötig ist und nicht mit vernünftigem Aufwand fehlerfrei auf Stand gehalten werden kann. Es gibt Informationen, die man sich gescheiter ad hoc beschafft, als dass man sie dauernd pflegt. Nicht jedes Metadatum muss in Echtzeit erfasst werden.

Wir alle haben schon zur Genüge erfahren, dass eine absolute Mussanforderung wegen «höherer Gewalt» plötzlich zum Nice-to-have-Feature mutiert. Warum nicht selbst einmal die höhere Gewalt spielen?

Vereinfachen: Mit Verzichten vereinfachen wir. Das was uns schliesslich als unverzichtbar erscheint, lässt sich meistens noch einmal vereinfachen. Was bringen komplizierte Lösungen, die keiner versteht und erst noch nicht richtig funktionieren? Jede einfache Lösung ist ihnen überlegen. Und zum Schluss, um allen das Leben zu vereinfachen:

Automatisiere, was sich automatisieren lässt. Wenn Redundanzen unvermeidlich sind, dann wenigstens auf eine kostengünstige und sichere Art. Viele ärgerliche und zeitraubende Fehler lassen sich durch Automatisierung zu 100 Prozent ausschalten.

Schliesslich ist alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit, der Effizienz und Effektivität: Mit möglichst wenig Mitteln möglichst viel leisten. Verzicht, Vereinfachung und Automatisierung sind die wirksamsten Helfer!

Weitere Beiträge in dieser Reihe

(1) Fehler darf man machen — aber nicht zwei Mal dieselben
(2) Anwender- und prozessorientiert zum Erfolg
(3) Manuelle Arbeit — und wie man sie besser los wird
(4) Am Anfang steht die Anforderungsanalyse
(5) ITIL und ALM
(6) Ohne Istaufnahme geht es nicht
(8) Ein Projekt
(9) Prozessautomation
(10) Zukunftsaufgabe Metadaten-Integration

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Hardware skalieren ist einfach, weil es Automaten sind. Manuelle Prozesse für Software-Entwicklung, -Produktion  und -Verteilung zu skalieren ist um einiges schwieriger: Da hilft nur noch Automatisierung. Die Ergebnisse überzeugen.

Der Kunde betrieb bisher eine verteilte Anwendung für zwei Mandanten mit 200 Benutzern. Es gelang ihm, innerhalb kürzester Zeit 4 neue Mandanten mit nochmals 200 Benutzern zu gewinnen. Das Dreifache an Mandanten, das Doppelte an Benutzern ─ eine Herausforderung.

Die Verlagerung der Entwicklung vom Mainframe auf dem PC und die Automatisierung der Build- und Verteilungsprozesse waren der Schlüssel zum Erfolg:  Die Einsparung liegt bei rund einem Personenjahr ─ pro Jahr!
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Norbert Nigg

Kosten senken: Drei wirkungsvolle Ideen

Die Wirtschaft liegt darnieder und sie spart. Machen wir’s doch so, dass dabei Produktivität und Qualität zunehmen, damit wir auch später im Aufschwung immer noch etwas  davon haben. Ein Widerspruch? Nein, denn Not macht erfinderisch.

Wie Computerworld Schweiz in der Nummer 4 vom 27. Februar 2009 berichtet, hätten auf die Frage «Wie reagiert Ihre IT-Abteilung auf Budgetkürzungen?», 20 % geantwortet mit: «Wir suchen aktiv nach neuen Lösungen, die Kosten sparen.» Da liefern wir gerne Ideen! Vor allem auch an die Mitarbeiter jener 25 % der Befragten, die die Frage beantworteten mit: «Weniger Personal muss mehr arbeiten.»

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Norbert Nigg

Gerade agile Methoden brauchen SCCM

Auch agile Methoden brauchen SCCM. Oder gerade sie: Denn häufigere Integration bedeutet Mehraufwand und mehr Fehler. Ihnen kommt man nur mit automatisierten Prozessen bei.

Ironie und Paradox der Konstellation: Agile (schlanke) Methoden versprechen Freiheiten, rufen aber unweigerlich nach Formalismen und Kontrollen, weil sonst die befreienden Wirkungen der Agilität in Terror durch Chaos umschlagen. Die mit den agilen Methoden gezwungenermassen einhergehende kontinuierliche Integration illustriert diesen Widerspruch.

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