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Wir schliessen mit diesem Beitrag diese Reihe und kommen gleichzeitig zum Ausgangspunkt zurück: Die IT baut derzeit im ALM-Umfeld Datensilo um Datensilo und schafft sich ein Integrationsproblem.

Dieses Integrationsproblem wird die IT noch mehr beschäftigen als den Verantwortlichen lieb ist. Besserung ist derzeit nicht in Sicht, im Gegenteil, ausser man hat jetzt den Mut, den Problemen ins Gesicht zu sehen und etwas zu tun: Die Metadaten zu integrieren.

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Unter diesem Titel fasst pressetext einen Bericht der Standish Group zusammen, der auf die Folgekosten abgebrochener IT-Projekte hinweist. Nicht nur das investierte Geld ist weg, sondern auch Know-how, technische Weiterentwicklungen und effizientere Prozesse gehen verloren.

Jetzt, wo das Sparen erste Priorität hat, werden vermehrt IT-Projekte abgebrochen. Projekte, die dazu bestimmt waren, die Prozesseffizienz zu verbessern, neue Geschäftsarten und -abläufe überhaupt zu ermöglichen; Projekte mit Aussicht auf einen ROI. Werden diese Funktionen, Verbesserungen und Neuerungen nicht mehr benötigt? Mag sein, aber die Quartalszahlen sind den Verantwortlichen offenbar wichtiger als die Sicherung des Unternehmenserfolges.

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Das ist das Fazit einer Studie über IT-Veränderungsprojekte des Infas-Instituts, über die Computerworld Schweiz berichtet. Mit den Ergebnissen der Systemharmonisierungen, -konsolidierungen, -umstellungen und Reorganisation sind die CIOs zwar weitgehend zufrieden, aber der Aufwand an Zeit und Geld  ist ihnen zu hoch, und die Projekte laufen ihnen zu lange.

Aufhorchen lassen die Bemerkungen, dass «es häufig an einer klaren Vorgehensweise fehlt» und dass «drei Viertel der IT-Verantwortlichen der Auffassung sind, dass sich IT-Landschaften durch weitgehend automatisierte Abläufe auf Basis einer Standardlösung deutlich schneller abwickeln liessen.»

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Norbert Nigg

ALM-Integration (9): Prozessautomation

Prozesse sind die Dynamik und das Rückgrat jeder Organisation. Sie zu optimieren, schlägt sich direkt in den erzielten Ergebnissen nieder.

Prozesse sind die Dynamik, das Leben in einem System — aber sie sind unsichtbar. Wir sehen zwar Menschen und Maschinen etwas tun, aber die Zusammenhänge und Abläufe sind nicht unmittelbar ersichtlich, oder höchstens teilweise. Genau das macht sie so schwierig beherrschbar und deshalb zum prädestinierten Interventionspunkt. An den Prozessen müssen wir die Hebel ansetzen, um das SCCM insgesamt zu verbessern.

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Norbert Nigg

ALM: Hilfe in der Wirtschaftskrise

Gerade jetzt in der Wirtschaftskrise wird es immer wichtiger, die Anwendungslandschaft in den Griff zu kriegen. So veranstaltet die SwissICT unter dem Titel «Wirtschaftskrise? Die Chance der IT» am 26 . August 2009 ein Abendseminar, dessen Kernthema ALM ist. Dabei wird u.a. gezeigt, wie  ITIL und COBIT als Grundlage für das ALM herangezogen werden können.

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Norbert Nigg

Sparen um jeden Preis

Unter  der Wirtschaftskrise leiden gute Gewohnheiten im Software-Engineering. Qualitätsssicherung, Dokumentation, Anforderungsanalyse, Vorgehensweisen und kontinuierliche Integration werden vernachlässigt.  Die künftigen Wartungsaltlasten sind damit vorprogrammiert.

Unter dem Titel «Krise und Software-Entwicklung: Firmen sparen an der Qualität» fasst inside-it.ch das neueste Java-Trendbarometer der expeso GmbH zusammen.

Es lohnt sich, sich diesen Bericht von der expeso GmbH herunterzuladen, auch wenn man mit Java überhaupt nichts zu tun hat. Was sich auf dem Programmiersprachen-Mainstream tut, ist nicht überraschend, sondern menschlich: nämlich kopflos und kurzsichtig.

Unsere Beobachtungen in der Praxis decken sich mit den Erkenntnissen des expeso-Berichts. In der Schweiz sieht es nicht besser aus!

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Norbert Nigg

ALM-Integration (8): Ein Projekt

ALM-Integration berührt Daten, Funktionen und Prozesse. Was in welcher Reihenfolge angegangen wird, hängt ganz von der individuellen Situation ab. Sorgfältige Projektplanung und -ausführung ist vonnöten.

Die drei Integrationsebenen der EAI (Enterprise Application Integration) – Daten, Funktionen, Prozesse – gelten auch für die ALM.

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Verzicht und Automatisierung sind Prinzipien, die man bei der Formulierung der Ziele und der Konzipierung neuer Lösungen für das ALM eisern befolgen muss.  Nur so kommen wir zu schlanken und wirtschaftlichen ALM-Lösungen. Fett ansetzen tun sie von alleine wieder!

Ausgangspunkt dieser Artikelreihe ist die Beobachtung, dass die IT sich anschickt, ALM-Silo neben ALM-Silo zu stellen, genau so, wie sie das mit den Silos der betrieblichen Anwendungen getan hat.

Die Erfahrungen zeigen, dass ALM-Funktionen, -Daten und -Abläufe viele Redundanzen enthalten, die in den letzten Jahren erst noch stark zugenommen haben. Denn jede Programmiersprache, jede eingekaufte Anwendung,  jede Plattform und manche  Systemsoftware kommt  mit ihrer eigenen Infrastruktur  für die Verwaltung von Metadaten daher. Damit nicht genug: Die Einführung von IT-Ressourcen-, Project-Portfolio-, und Enterprise-Architecture-Management sowie ITIL , — wenn möglich jedes mit seinem eigenen Werkzeug — hat die Metadatenmenge  vergrössert, und natürlich hat jedes Werkzeug und jedes Arbeitsgebiet seinen privaten Silo!

Beim Durchforsten des Dickichts von Funktionen, Daten und Prozessen sollten wir uns von diesen Prinzipien leiten lassen:

Verzichte auf alles, was nicht wirklich nötig ist und nicht mit vernünftigem Aufwand fehlerfrei auf Stand gehalten werden kann. Es gibt Informationen, die man sich gescheiter ad hoc beschafft, als dass man sie dauernd pflegt. Nicht jedes Metadatum muss in Echtzeit erfasst werden.

Wir alle haben schon zur Genüge erfahren, dass eine absolute Mussanforderung wegen «höherer Gewalt» plötzlich zum Nice-to-have-Feature mutiert. Warum nicht selbst einmal die höhere Gewalt spielen?

Vereinfachen: Mit Verzichten vereinfachen wir. Das was uns schliesslich als unverzichtbar erscheint, lässt sich meistens noch einmal vereinfachen. Was bringen komplizierte Lösungen, die keiner versteht und erst noch nicht richtig funktionieren? Jede einfache Lösung ist ihnen überlegen. Und zum Schluss, um allen das Leben zu vereinfachen:

Automatisiere, was sich automatisieren lässt. Wenn Redundanzen unvermeidlich sind, dann wenigstens auf eine kostengünstige und sichere Art. Viele ärgerliche und zeitraubende Fehler lassen sich durch Automatisierung zu 100 Prozent ausschalten.

Schliesslich ist alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit, der Effizienz und Effektivität: Mit möglichst wenig Mitteln möglichst viel leisten. Verzicht, Vereinfachung und Automatisierung sind die wirksamsten Helfer!

Weitere Beiträge in dieser Reihe

(1) Fehler darf man machen — aber nicht zwei Mal dieselben
(2) Anwender- und prozessorientiert zum Erfolg
(3) Manuelle Arbeit — und wie man sie besser los wird
(4) Am Anfang steht die Anforderungsanalyse
(5) ITIL und ALM
(6) Ohne Istaufnahme geht es nicht
(8) Ein Projekt
(9) Prozessautomation
(10) Zukunftsaufgabe Metadaten-Integration

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Norbert Nigg

ALM-Dossier in der Netzwoche

ALM wird immer mehr zum Thema. Die Netzwoche hat in der Nummer 13 vom 8. Juli 2009 dazu ein Dossier mit drei Beiträgen veröffentlicht. Wenngleich betont wird, dass ALM mehr ist als Entwicklung und Werkzeuge, sind die drei Beiträge doch Entwicklungs- und Werkzeug-lastig. Schade. Aber lesenswert sind sie trotzdem.

Die Übersichtsdarstellung von David Chappell im Beitrag «Die Anforderungen an Application-Lifecyle-Management-Tools», stammt aus David Chappells Papier «What is ALM?».

Die Netzwoche gibt’s am Kiosk, im Abo oder auch als E-Paper.

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Am Anfang der ALM-Integration steht die Anforderungsanalyse, schrieben wir im letzten Beitrag. Und am Anfang der Anforderungsanalyse steht die Istaufnahme der Lösungen, Abläufe, Stellen und Personen, die sich heute schon mit ALM beschäftigen, meistens natürlich unter einem anderen Titel.

Es ist gefährlich, sich diesen Schritt ersparen zu wollen, den viele für altmodisch und überflüssig halten. Die bestehenden Anwendungen mögen zwar nicht mehr auf dem neuesten technischen Stand sein, was aber ihre Funktionen keineswegs obsolet macht.

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