Diese Beitragsreihe basiert auf dem Artikel «Five Imperatives for Application Lifecycle Management» der IBM Rational-Mitarbeiterin Carolyn Pampino.
Im abschliessenden Beitrag geht es um kontinuierliche Prozessverbesserung: ein Dauerthema, wie die Bezeichnung selbst es sagt.
Gesagt heisst noch nicht gehört,
gehört noch nicht verstanden,
verstanden noch nicht einverstanden,
einverstanden noch nicht angewandt
und angewandt noch nicht beibehalten.
Die einen schreiben dieses Wort dem Verkaufstrainer Heinz Goldmann zu, andere dem Zoologen, Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz.
Egal, Prozesse unterliegen diesem Gesetz ganz besonders: Sie werden nicht von alleine beibehalten, sie verlottern, sie erodieren.
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Diese Beitragsreihe basiert auf dem Artikel «Five Imperatives for Application Lifecycle Management» der IBM Rational-Mitarbeiterin Carolyn Pampino.
Ich kenne aus eigener Erfahrung die Vorteile von Kollaborationswerkzeugen in der Software-Entwicklung. Sie sind für mich die humane Version der Workflow-Werkzeuge: Sie gängeln mich nicht mit einer täglichen To-do-Liste, sondern sie bieten mir eine Arbeitsplattform, die mir und den anderen Informationen einfach zugänglich macht. Hake ich in einem Kollaborationswerkzeug einen To-Do-Eintrag ab, oder ergänze ich eine Anforderungsbeschreibung, so steht diese Information sofort allen zur Verfügung.
Übrigens sind hier mit Kollaborationswerkzeugen weniger die unter dieser Bezeichnung daherkommenden Werkzeuge wie Lotus Notes, Sharepoint oder Zimbra u.a. gemeint, sondern von ALM-Lösungen (für das Anforderungsmanagement, die Ticketverwaltung usw.), die nach den Prinzipien der Kollaborationswerkzeuge bzw. auf einem solchen gebaut sind.
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«Sollen Anforderungsmanagement-Werkzeuge eingeführt werden, müssen vorher viele Vorurteile aus den Köpfen geräumt werden.» So beginnt der Artikel «Von den Vorurteilen gegenüber den Werkzeugen im Anforderungsmanagement» von Jens Palluch in der Elektronik-Praxis.
Das gilt nicht nur für Werkzeuge des Anforderungsmanagements sondern für jede Werkzeugeinführung in der Software-Entwicklung!
Der Artikel hat Substanz und Humor: ein Lesevergnügen – sofern man keine Angst davor hat, in den Spiegel der eigenen Unzulänglichkeiten zu blicken.
Jens Palluch nennt die klassischen drei Argumente gegen jede Werkzeugeinführung: das Werkzeug ist zu komplex, passt nicht zu unserem Prozess, erhöht die Qualität nicht. Das sind meist Vorurteile. Palluch zeigt, wie sie entstehen und wie man ihnen begegnet: durch angemessene Schulung und den rechtzeitigen Einbezug aller Betroffenen ins Einführungsprojekt.
Als «Klassiker» bezeichnet er die zutreffenden Aussagen «A fool with a tool is still a fool» und «Erst den Prozess definieren, dann das Werkzeug einführen», denen zu wenig oder keine Beachtung geschenkt wird, so dass sie tatsächlich ihre negative Wirkung entfalten können. Auch hier wieder: Ausbildung verhindert falsche Werkzeuganwendung und ein Werkzeug kann keinen fehlenden Prozess ersetzen!
Aber lesen Sie selbst:
«Von den Vorurteilen gegenüber den Werkzeugen im Anforderungsmanagement». Der Artikel wird Ihnen gefallen. Und überdies enthält er Hinweise auf weiterführende Literatur.