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Wenngleich wir letzthin ein Loblied auf ITIL gesungen haben, wissen wir, dass auch ITIL keine Patentlösung für die ALM-Integration ist.

(Gerade der letzte Beitrag mit dem Hinweis auf den Artikel in der Computerzeitung zeigte mögliche praktische Schwierigkeiten.)

Am Anfang darf weder eine Lösung noch ein Produkt stehen, sondern eine Bedürfnisanalyse.

ITIL: Modell und Erfolgsrezepte

ITIL schliesst mit der Strukturierung und Modellierung der IT-Serviceprozesse eine Lücke, und zeigt Erfolgsrezepte («Best Practices), wie diese implementiert werden können.  Was für viele bis dahin ein unentwirrbares Gewusel war, erhält Struktur, wird dadurch fassbar, verständlich und durchschaubar. Die Aufgaben sind damit noch nicht gelöst, aber man kann sie benennen, beschreiben, kann sich etwas darunter vostellen und hat ein weit herum anerkanntes Referenzmodell, an dem sich alle orientieren können. Das ist schon viel, sehr viel.

ITIL: ein weiter Rahmen

ITIL formt und prägt das Ergebnis mit, aber wie dieses aussieht, hängt  zum einen von den Menschen ab, die ITIL als Gestaltungswerkzeug benutzen und zum anderen von jenen, die die vorgegebenen Prozesse ausführen. Zwischen dem ITIL-Eiferer, dem die richtige Auslegung der ITIL-Lehre das Wichtigste ist, und dem ITIL-Beeinflussten, der das ITIL-Gedankengut möglichst sachdienlich anwendet, liegen Welten, obwohl beide auf dem gleichen Fundament aufbauen.

Was ist zu tun?

Wie kommt man zu einer erfolgreichen ALM-Integration — ob mit oder ohne ITIL? Ganz sicher nicht durch Massnahmen wie: «Nun führen wir ITIL ein.» Oder:  «Nun kaufen wir die CMDB (Configuration Management Database) XY und integrieren damit alle ALM-Prozesse.»

Es ist einleuchtend, ja trivial: Wie jedes IT-Projekt beginnt auch die ALM-Integration mit einer Bedürfnisanalyse. Wer meint, er hätte ohnehin keine besonderen Bedürfnisse, und in ITIL sowie den Werkzeugen sei alles vorgedacht, möchte am liebsten auf die Analyse verzichten. Aber wie hiess es im CZ-Artikel, auf den wir letztes Mal hinwiesen: «Marktübliche Lösungen bilden als Standardsoftware die ITIL-Prozesse ab und bedienen die entsprechenden Schnittstellen. Dennoch bleibt als Aufgabe die Anpassung einer Standardlösung an eigene Prozesse. Die Herausforderung besteht darin, den Spagat zwischen Individualität und Standardisierung zu bewältigen.»

Weitere Beiträge in dieser Reihe

(1) Fehler darf man machen — aber nicht zwei Mal dieselben
(2) Anwender- und prozessorientiert zum Erfolg
(3) Manuelle Arbeit — und wie man sie besser los wird
(5) ITIL und ALM
(6) Ohne Istaufnahme geht es nicht
(7) Verzicht, Vereinfachung und Automatisierung
(8) Ein Projekt
(9) Prozessautomation
(10) Zukunftsaufgabe Metadaten-Integration

5 Kommentare zu “ALM-Integration (4): Am Anfang steht die Anforderungsanalyse”

  1. [...] Anwender- und prozessorientiert zum Erfolg (3) Manuelle Arbeit — und wie man sie besser los wird (4) Am Anfang steht die Anforderungsanalyse (5) ITIL und ALM (6) Ohne Istaufnahme geht es nicht (7) Verzicht, Vereinfachung und Automatisierung [...]

  2. [...] machen — aber nicht zwei Mal dieselben (3) Manuelle Arbeit — und wie man sie besser los wird (4) Am Anfang steht die Anforderungsanalyse (5) ITIL und ALM (6) Ohne Istaufnahme geht es nicht (7) Verzicht, Vereinfachung und Automatisierung [...]

  3. [...] darf man machen — aber nicht zwei Mal dieselben (2) Anwender- und prozessorientiert zum Erfolg (4) Am Anfang steht die Anforderungsanalyse (5) ITIL und ALM (6) Ohne Istaufnahme geht es nicht (7) Verzicht, Vereinfachung und Automatisierung [...]

  4. [...] Anwender- und prozessorientiert zum Erfolg (3) Manuelle Arbeit — und wie man sie besser los wird (4) Am Anfang steht die Anforderungsanalyse (6) Ohne Istaufnahme geht es nicht (7) Verzicht, Vereinfachung und Automatisierung (8) Ein Projekt [...]

  5. [...] Anwender- und prozessorientiert zum Erfolg (3) Manuelle Arbeit — und wie man sie besser los wird (4) Am Anfang steht die Anforderungsanalyse (5) ITIL und ALM (7) Verzicht, Vereinfachung und Automatisierung (8) Ein Projekt (9) [...]

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