Monatsarchiv für Mai 2009

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Die Informatik ist dabei, im Umfeld des SCCM jene Fehler zu wiederholen, die sie bereits bei der Anwendungsentwicklung gemacht hat: Sie stellt Datensilo neben Datensilo und schafft sich damit ein Integrationsproblem.

Die Begeisterung für EAI ist vorbei, und auch um ihren Nachfolger SOA ist es stiller geworden. EAI wird als Marketingvorläufer von SOA in die Geschichte eingehen. (Zur Erinnerung: EAI  – Enterprise Application Integration und SOA – Service-Oriented Architecture.)

EAI und SOA sind Antworten auf ein Problem, das die IT sich selbst eingebrockt hat, und das sie im Kontext des SCCM zu wiederholen sich anschickt: fehlende Integration, Funktions- und Datenredundanzen, inkompatible Anwendungen, Datensilos, Anwendungs- anstatt Prozessorientierung.

Geplant integrieren – nicht hinterherhinken

Wir sollten es nicht so weit kommen lassen wie bei den Anwendungen: Anstatt hinterher zu integrieren, müssen wir jetzt die Weichen so stellen, dass wir möglichst viele der Integrationsprobleme zum Vornherein verhindern können.

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Die Hälfte der SCCM-Anwender sind mit ihrem Konfigurationsmanagement-Werkzeug nicht zufrieden.

So die Ergebnisse einer Befragung der Firma Gebert Software bei 307 Unternehmen mit über 50 Mio € Umsatz. 20 % der Befragten waren mit ihrem Werkzeug für das Software-Konfigurationsmanagement unzufrieden und 30 % nur bedingt zufrieden. Kurz: Die Hälfte hat etwas auszusetzen.

Wer vermutet, dass von der zweiten Hälfte auch nicht alle rundum zufrieden sind, liegt richtig: Nur gut 20 % der 307 Befragten sagten: ja, wir sind zufrieden, 30 % mühten sich zu einem «weitgehend zufrieden» durch.

Überträgt man diese Zufriedenheitsrate auf das Handy, das Navi oder das Auto, so wird einem bewusst, wie alarmierend diese Zahlen sind. Sie decken sich mit unseren praktischen Erfahrungen, die wir in diesem Blog schon mehrfach angesprochen haben.

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Norbert Nigg

Change Management zieht weite Kreise

Wenn wir auf diesem Blog von  Change Management sprechen, meinen wir immer das Change Management «im engeren Sinne», d.h. alle Aufgaben, die direkt mit der Änderung einer Anwendung zu tun haben. Wir schränken uns mit Absicht ein, blicken aber immer wieder über den Tellerrand hinaus, und haben dabei neulich auf cio.de diese beiden Blogbeiträge entdeckt:

Bei SOA hapert es am Change Management
20 Prozent Totalausfall  im Change Management

Beide handeln von der Wichtigkeit des Change Managements im Allgemeinen und im Grossen, also von grundlegenden Veränderungen in Unternehmen. Der Schwerpunkt dabei: Wie gravierend die Folgen sind, wenn man das Change Management vernachlässigt, z.B. wenn man die Anwender nicht rechtzeitig und erst noch ungenügend einbezieht.

Kleine Anmerkung: Der Titel «20 Prozent Totalausfall im Change Management» hiesse besser: «20 Prozent Totalausfall wegen Mängeln  im Change Management», denn die wesentliche Aussage im Beitrag besagt, «dass ein unzureichendes Veränderungsmanagement einen Rückgang der Produktivität von etwa 21 Prozent verursacht».