01.04.2009
Aufräumen. Jetzt.
Alle schreiben derzeit übers Sparen, wir auch schon wieder, und dieses Mal sogar über Leistungsabbau, den viele nicht werden vermeiden können.
Der Mitte März auf Infoworld erschienene Artikel «16 ways IT can do less with less» sticht ins Auge, weil er bereits im Titel gerade heraus sagt, dass es um Abbau geht und nicht nur ums Sparen. Er bringt eine Fülle realistischer Abbauideen quer über die ganze IT. Der Grundtenor dabei: abbauen, was wirklich nicht nötig ist.
Der Infoworld-Artikel ist eine logische Fortsetzung unseres letzten Beitrags, in dem wir uns für angemessene, kostenoptimale Lösungen aussprachen: Der Abbau von Leistungen, die keiner nachfragt oder die mit weniger Service und Komfort den Zweck immer noch erfüllen, tut niemandem weh, im Gegenteil.
Aus dem Blickwinkel des SCCM betrachtet, sticht im Infoworld-Artikel eine Massnahme besonders hervor: «clean out cobwebbed apps». Man muss nicht einmal ganze Anwendungen ins Visier nehmen. Wenn man mit dem SCCM Ernst macht, kommen rasch einmal ganze Friedhöfe von Codeleichen zum Vorschein, die sich keiner getraut wegzuputzen. Man weiss ja nie …
Diese Codeleichen werden regelmässig gesichert und durchsucht, verlängern dadurch Antwortzeiten, konsumieren Maschinenkapazität, sie blähen Artefaktlisten unnötig auf, kommen einem immer wieder in der Quere, kosten Zeit und Geld für nichts und wieder nichts.
Eine einmalige Putzaktion ist auch nicht gratis, macht aber nur einen Bruchteil der Kosten aus, die das tägliche Stolpern über die Codeleichen und deren verborgene Folgen verursachen.
Wo Dinge abgelegt werden müssen, wird auch mal etwas zu viel aufbewahrt; aus übersteigertem Sicherheitsbedürfnis, aus Nachlässigkeit oder weil die Regeln unklar, das System zu wenig durchsichtig ist. Damit müssen wir leben, und deshalb ist von Zeit zu Zeit ein Aufräumen fällig: z.B. ein Frühlingsputz. Jetzt.



















[...] Aufräumen. Jetzt. [...]