03.12.2008
Release Management – für Planung und Kontrolle
Das «Release Management» ist eine organisatorische Einheit mit verschiedenen Aufgaben und, je nach Aufgabe, einer anderen Zusammensetzung.
Aufgaben: Das Release Management umfasst die Releaseplanung, die Steuerung der Test- und Abnahmeverfahren bis hin zur Roll-out-Planung auf organisatorischer und technischer Ebene, definiert Qualitätskriterien und Teststufen welche die Software bis zur Auslieferung zu durchlaufen hat.
Ohne eine integrierte Software-Verwaltung (SCCM) können diese Aufgaben nicht wahrgenommen werden und die IT-Führungskräfte verlieren den Überblick über den Stand der Entwicklungsprojekte.
Grosses BildRelease Management im allgemeinen Ablauf
In erster Linie nimmt das Release Management Änderungswünsche (Change Requests) von Kunden, Benutzern und Fachdiensten entgegen, genehmigt und priorisiert sie, bestimmt und überwacht Inhalte und Termine von neuen Software-Releases.
Releaseplanung
Verantwortliches Gremium: Vertreter des Produkt- und Projekt-Managements, der Kunden, der Fachdienste und der Entwicklung.
Aufgabe: Das Release Management bestimmt Release-Umfang und -Termine.
- Es bündelt die Anforderungen für ein neues (Teil-)Produkt (Change Requests).
- Es genehmigt und priorisiert Änderungswünsche (Change Requests).
- Es bestimmt den Umfang und Inhalt von neuen Teil- und/oder Gesamt-Releases, basierend auf den genehmigten und priorisierten Change Requests.
- Es bestimmt den Termin von neuen Teil- und/oder Gesamt-Releases.
Releasekontrolle
Verantwortliches Gremium: Vertreter des Projekt-Managements, der Fachdienste und der Entwicklung.
Aufgabe: Das Release Management überwacht und stellt sicher
- dass der definierte Release vollständig und richtig ist;
- dass er zum vorgesehenen Zeitpunkt für die Auslieferung zur Verfügung steht;
- dass die Abnahmebedingungen für alle Teile des Releases erfüllt sind.
Infrastrukturaufgaben
Verantwortliches Gremium: Vertreter des Projekt-Managements, der Fachdienste und der Entwicklung.
Aufgabe: Das Release Management definiert die Teststufen, Qualitätsanforderungen, Abnahmebedingungen und das Vorgehen im Rahmen der normalen Software-Entwicklung und die Abläufe für Hotfixes (=zwingende Änderungen im produktiven Release).
- Es definiert die Teststufen, z.B. Entwicklung, Einzel-, Integrations-, Systemtest, Produktion – die alle Artefakte durchlaufen müssen.
- Es beschreibt die Qualitätsanforderungen, die erfüllt sein müssen, damit Artefakte bzw. die daraus resultierenden ausführbaren Programme und die dazugehörenden Dokumentationen auf der nächst höheren Stufe integriert (= promote) bzw. als Bestandteil eines neuen Releases ausgeliefert werden dürfen.
- Es bestimmt das Vorgehen und die Umgebung, in welcher ein gravierender Fehler in der produktiven Anwendung korrigiert, getestet und wieder in die Produktion integriert wird (Hotfix).
Ohne eine integrierte Software-Verwaltung
- ist eine korrekte Aussage über den Entwicklungsstand eines Releases kaum möglich;
- kann nicht kontrolliert werden, ob die geforderten Qualitätsanforderungen eingehalten werden;
- kann nicht nachgewiesen werden, ob Tests und Anforderungen, die für die einzelnen Teststufen definiert worden sind, ordnungsgemäss durchlaufen worden sind;
- verlieren die IT-Führungskräfte den Überblick über den Stand der Entwicklungsprojekte.
Grosses BildBeispiel: SCCM Dashboard
Möchten Sie mehr über das Release Management erfahren?
In unserem SCCM-Referenzmodell (PDF, 390 KB) erfahren Sie mehr über die Aufgaben, Ziele und Nutzen eines integrierten und automatisierten SCCM-Systems.


















