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Ein ebenso treffender Titel für diesen Beitrag wäre: Baue für jedes Projekt das ihm angemessene SCCM-System. Viele Projekte leiden darunter, dass die angewendeten Führungs- und Kontrollsysteme die Besonderheiten des Vorhabens nicht genügend berücksichtigen. Das trifft auch auf das SCCM zu. Es braucht Massarbeit bei der Gestaltung des SCCM-Systems.

Dass dabei nicht alles auf Anhieb klappen wird, dass nicht jedermann zufrieden ist – das gehört zum Geschäft. Beweglichkeit kombiniert mit Standards und Sturheit, der Mut zum Irrtum und zur Korrektur, sowie das richtige Mass an Automatisierung sind Tugenden, die auf dem Weg zu einem zuverlässigen, angemessenen SCCM-System vonnöten sind.


Standards statt Extrawurst
Das heisst aber nicht, dass sich jedes Projekt und jede Projektgruppe eine Extrawurst brät. Sonst ist das Durcheinander bald perfekt: Nichts passt mehr zusammen, die Verständigung wird immer schwieriger. Trotzdem muss die Wurst zum Projekt passen: nicht zu gross, nicht zu klein. Dem Projektteam wird die Wurst zwar nicht immer schmecken, denn man kann’s nicht jedem recht machen.

Weniger ist mehr
Aus dem Satz an Standardtechniken, die ein Unternehmen für das SCCM einsetzt, muss ein System- oder Projektverantwortlicher die geeigneten Mittel auswählen und auf die Projektbedürfnisse massschneidern. Dabei gilt: Weniger ist mehr; einfacher ist besser; automatisiere, was sinnvoll automatisierbar ist. Denn das System muss bezahlbar, wirtschaftlich, technisch realisierbar und organisatorisch durchsetzbar sein.

Agil, stur und zuverlässig
Gefragt ist Agilität, um dieses IT-Modewort auch hier zu benutzen. Souplesse, Geschmeidigkeit, Anpassungsfähigkeit – anstelle von Sturheit und Planerfüllungszwang. Es gibt Dinge in einem SCCM-System, bei denen man zur Not beide Augen zudrücken kann. Aber es gibt auch solche, bei denen man päpstlicher als der Papst und stur bis ins Letzte sein muss. Was nützt etwa ein lückenhafter Verwendungsnachweis oder eine unvollständige Stückliste? Ganz wertlos sind sie zwar nicht; aber der Schaden, den sie verursachen, übersteigt bald einmal ihren Nutzen. Und vor allem zerstören sie jedes Vertrauen in das System.

Automatisieren!
Jene Punkte in einem SCCM-System herauszufinden, bei denen Pingeligkeit oberstes Gebot ist, ist gar nicht so schwierig: Alles, was sich automatisieren lässt! Und die Lösung heisst: automatisieren! Die Automatisierung bringt den Vorteil mit sich, dass man das System sorgfältig planen, implementieren und testen muss – viel mehr, als bei einer rein organisatorischen Lösung.

Mut zum Irrtum
Eine solches System ist immer eine Gratwanderung, und keiner wird alles auf Anhieb richtig treffen. Dann muss man den Mut zur Änderung aufbringen und sie durchziehen. Natürlich kann man nicht bei jeder Schwierigkeit die Regeln über den Haufen werfen. Deshalb kommt man nicht umhin, ein SCCM-System gründlich zu testen.

Weitere Beiträge in der Best-Practices-Reihe:

(9): Kennzahlen – Grundlage für Prozessverbesserungen
(8): Plan your environment carefully
(7): Structure for distributed development
(6): Baselines — die sichere Basis
(5): Change-Pakete bilden
(4): Merge and Integrate as often as possible
(3): Wiederherstellbarkeit
(2): Private Arbeitsbereiche
(1): Forget One-Size-Fits-All SCM / Design Scaleable Best Practices

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