22.05.2008
Mainframe und SCCM: Eine scheidungsreife Ehe
Der Mainframe hat seine unbestrittenen Stärken als Hochleistungs-Produktionsmaschine. Aber als Plattform für das SCCM ist er fehl am Platz, weil es an geeigneter Software und Komfort fehlt.
Auf dem Mainframe gibt es seit langem (und immer noch) Systeme zur Software-Ablage- und Versionierung. Hingegen gibt es nur wenige Werkzeuge für Konfigurations-, Change-, Workspace- und Release-Management, und sie genügen den heutigen Anforderungen an ein integriertes und automatisiertes SCCM bei Weitem nicht. Einem SCCM auf dem Mainframe sind enge Grenzen gesetzt; Produktivitätssteigerungen sind kaum mehr möglich.
Warum setzen viele IT-Abteilungen dennoch den Mainframe nach wie vor als SCCM-Plattform ein? Auf den ersten Blick ist das verständlich: Weil alles läuft. Was will man da ein Risiko eingehen?
Sieht man genauer hin, kommt Erstaunliches zutage: Den Leuten ist gar nicht bewusst, wie aufwendig und umständlich sie arbeiten. Für viele Aufgaben des SCCM fehlt die maschinelle Unterstützung, oder sie ist mindestens lückenhaft. Nur schon das Anzeigen der Unterschiede zwischen zwei Dateien ist umständlich. Sicher liesse sich das eine oder andere noch verbessern, aber die Grenzen sind eng, der Aufwand gross.
Da liegt ein grosses Rationalisierungspotenzial brach. Dieses ausschöpfen heisst, auf eine andere Plattform wechseln. Die Risiken sind gering, verglichen mit dem sicheren Nutzen, den eine Umstellung auf eine neue Plattform bringt. Früher oder später kommt der Zwang zum Wechsel – ganz sicher ungelegen.
Wir haben schon einige Mainframe-SCCM- und Entwicklungsumgebungen vom Mainframe auf Unix- und Windows-Systeme verlagert. Überall gab es Skeptiker, auf allen Ebenen, die dann aber von den Resultaten positiv überrascht wurden. Man kann es nicht anders sagen: Die Unterschiede sind wie Tag und Nacht, und keiner will mehr in die alte Mainframewelt zurück.


















