Zwei Drittel der von der Firma Expeso für das dritte Java-Trendbarometer Befragten sind mit den Prozessen für Anforderungsanalyse, Entwicklerdokumentation, Test und Qualitätssicherung unzufrieden.

Das Ergebnis überrascht in seiner Aussage und noch mehr in seiner Deutlichkeit. Nur ein Drittel ist zufrieden. Was immer sich hinter «unzufrieden» verbirgt, das Spektrum der Mängel wird breit gefächert sein.  Es ist aus wirtschaftlichen Gründen notwendig, diese Prozesse unter die Lupe zu nehmen, denn: «Das Verbesserungspotenzial ist erheblich, hier lauern enorme Risiken.» So die Autoren der Studie.

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Norbert Nigg

Versionsmanagement in den Tophits

Auf Technikwuerze.de steht ein Podcast über Versionsmanagement auf Platz 6 der Download-Hitliste.

Und nicht etwa mit einem Riesenabstand auf die Spitze: Auf dem ersten Platz steht der Podcast «Motion Design» mit derzeit 8939 Downloads; «Versionsmanagement» vom 5. Februar 2007 kommt auf Platz 6 auf 7505 Downloads. Es hat zwar etwas gedauert, bis der Podcast diesen Platz erreicht hat, was aber nur beweist, dass Versionsmanagement ein Dauerthema ist.

Interviewt von David Maciejewski erläutert Ralf Kühnbaum-Grashorn das Versionsmanagement am Beispiel der Website-Programmierung anschaulich, klar und praxisbezogen mit Subversion als Werkzeug. Theorie und Praxis kommen beide zur Sprache und werden ideal miteinander verbunden. Die gut 40 Minuten Zuhören lohnen sich – für Anfänger und Fortgeschrittene. Ergänzt wird der Podcast mit einer Zusammenfassung und Linksammlung.

Martin Fowler hat seinem «Meinungsbeitrag» über die Empfehlbarkeit von Versionsverwaltungswerkzeugen (über den wir gestern berichteten),  einen «Faktenbeitrag» folgen lassen: Open-Source-Werkzeuge führen mit grossem Abstand das Feld an, die Tools grosser Hersteller belegen die Schlussränge.

Fowler berechnet eine «Akzeptanzrate»: Die Open-Source-Werkzeuge git, Mercurial und Subversion erreichen über 90 %, dann folgen Bazaar mit 82 % und Perforce mit 61 % – und dann lange nichts mehr. CVS, der Veteran aus der Open-Source-Welt erreicht 17 %, und am Schluss stehen ClearCase (5 %), VSS (3 %) und TFS (0 %).

Mit 99 befragten Personen ist die Umfrage von der Menge her befriedigend abgestützt. Antwortende waren Abonnenten der ThoughtWork-Mailings. Sicher werden da ziemlich viele Open-Source-Fans dabei sein, aber Fanatiker scheinen es keine zu sein, sonst hätten sie kommerzielle Werkzeuge wie Perforce kaum so gut eingeordnet und sie hätten ihren Veteranen CVS hochgejubelt.

Es lohnt sich, diese Liste anzusehen.

Norbert Nigg

SCCM-Evaluationshilfe

Unter dem Titel «Version Control Tools» hat Martin Fowler einen ausgezeichneten Artikel über Software für das Versionsmanagement geschrieben, der ziemlich Beachtung gefunden hat. Wenn Sie sich gerade Gedanken machen über ein neues Versionskontrollsystem, sollten Sie sich die Zeit zum Lesen dieses Beitrags nehmen. Das wird Ihnen einigen unnützen Aufwand ersparen. Allein diese Zeichnung aus dem Artikel ist ein vielsagende Auslegeordnung, die Ihre Auswahlliste bereits verkürzt.

Unter den Reaktionen ist jene von Jay R. Wren mit dem Titel «Version control is more than just the tools» hervorzuheben, da sie weitere Aspekte in die Diskussion bringt.

Norbert Nigg

Im Takt der Release-Zyklen

Kürzere Release-Zyklen beeinträchtigen die Software-Qualität.
Die Lösung: Work smarter, not harder.

Unter dem Titel «Schlechte Software-Qualität wegen immer kürzeren Release-Zyklen» zitiert Inside-IT eine Umfrage, nach der sich die IT-Fachleute beklagen, dass die unter unrealistisch kurzen Zeitvorgaben erstellte Software den Qualitätsansprüchen nicht gerecht werde.

Verkürzung der Prozesszeiten, der Änderungsintervalle, der Lieferfristen: Welche Branche kennt das nicht? Das Business gibt den Takt vor, die IT hat danach zu tanzen: Das ist IT-Business-Alignment!

Den Takt kann nur mithalten, wer sich mit angemessenen Verfahren und Mitteln ausstattet. Das heisst unter anderem ein integriertes, hoch automatisiertes Change- und Konfigurationsmanagement. Vom Requirements Engineering über das Testen bis zur Auslieferung müssen die Prozesse durchgängig sein. Wer sich mit Unzulänglichkeiten der Prozesse und der Softwareverwaltung herumschlagen muss, hat schon verloren.

Wie viel Zeit geht bei Ihnen verloren wegen Mängeln in den Abläufen? Mehr als Sie für möglich halten. Wieviel es wirklich ist, erfahren Sie erst nach einer Renovation oder totalen Neugestaltung der Prozesse und Infrastruktur.

Wir schliessen mit diesem Beitrag diese Reihe und kommen gleichzeitig zum Ausgangspunkt zurück: Die IT baut derzeit im ALM-Umfeld Datensilo um Datensilo und schafft sich ein Integrationsproblem.

Dieses Integrationsproblem wird die IT noch mehr beschäftigen als den Verantwortlichen lieb ist. Besserung ist derzeit nicht in Sicht, im Gegenteil, ausser man hat jetzt den Mut, den Problemen ins Gesicht zu sehen und etwas zu tun: Die Metadaten zu integrieren.

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Unter diesem Titel fasst pressetext einen Bericht der Standish Group zusammen, der auf die Folgekosten abgebrochener IT-Projekte hinweist. Nicht nur das investierte Geld ist weg, sondern auch Know-how, technische Weiterentwicklungen und effizientere Prozesse gehen verloren.

Jetzt, wo das Sparen erste Priorität hat, werden vermehrt IT-Projekte abgebrochen. Projekte, die dazu bestimmt waren, die Prozesseffizienz zu verbessern, neue Geschäftsarten und -abläufe überhaupt zu ermöglichen; Projekte mit Aussicht auf einen ROI. Werden diese Funktionen, Verbesserungen und Neuerungen nicht mehr benötigt? Mag sein, aber die Quartalszahlen sind den Verantwortlichen offenbar wichtiger als die Sicherung des Unternehmenserfolges.

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Das ist das Fazit einer Studie über IT-Veränderungsprojekte des Infas-Instituts, über die Computerworld Schweiz berichtet. Mit den Ergebnissen der Systemharmonisierungen, -konsolidierungen, -umstellungen und Reorganisation sind die CIOs zwar weitgehend zufrieden, aber der Aufwand an Zeit und Geld  ist ihnen zu hoch, und die Projekte laufen ihnen zu lange.

Aufhorchen lassen die Bemerkungen, dass «es häufig an einer klaren Vorgehensweise fehlt» und dass «drei Viertel der IT-Verantwortlichen der Auffassung sind, dass sich IT-Landschaften durch weitgehend automatisierte Abläufe auf Basis einer Standardlösung deutlich schneller abwickeln liessen.»

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Norbert Nigg

ALM-Integration (9): Prozessautomation

Prozesse sind die Dynamik und das Rückgrat jeder Organisation. Sie zu optimieren, schlägt sich direkt in den erzielten Ergebnissen nieder.

Prozesse sind die Dynamik, das Leben in einem System — aber sie sind unsichtbar. Wir sehen zwar Menschen und Maschinen etwas tun, aber die Zusammenhänge und Abläufe sind nicht unmittelbar ersichtlich, oder höchstens teilweise. Genau das macht sie so schwierig beherrschbar und deshalb zum prädestinierten Interventionspunkt. An den Prozessen müssen wir die Hebel ansetzen, um das SCCM insgesamt zu verbessern.

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Norbert Nigg

ALM: Hilfe in der Wirtschaftskrise

Gerade jetzt in der Wirtschaftskrise wird es immer wichtiger, die Anwendungslandschaft in den Griff zu kriegen. So veranstaltet die SwissICT unter dem Titel «Wirtschaftskrise? Die Chance der IT» am 26 . August 2009 ein Abendseminar, dessen Kernthema ALM ist. Dabei wird u.a. gezeigt, wie  ITIL und COBIT als Grundlage für das ALM herangezogen werden können.

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